04.07.2024 70 Jahre "Das Wunder von Bern"

20240704 wunder von bern 01Donnerstag - 19.00 Uhr - Dorfgemeinschaftshaus Bomlitz (August-Wolff-Straße 3)

Am 4. Juli vor genau siebzig Jahren gewann die deutsche Nationalmannschaft gegen die ungarische Elf mit 3:2 das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft. Referent Wolfgang Brandes wird an das "Wunder von Bern" erinnern, das 30.000 deutsche Schlachtenbummler im Berner Wankdorf-Stadion und viele Millionen an den Rundfunkgeräten daheim mitverfolgten. Der Sieg über die ungarische Mannschaft war aber nicht nur ein sportliches Ereignis. Wird der Blick über die Meisterleistung der Fußballer um Fritz Walter, den „Boss“ Helmut Rahn, den „Fußballgott“ Toni Turek, den „Chef“ Sepp Herberger und den „Geist von Spiez“ ausgeweitet, dann eröffnet sich auch manches Stück Zeitgeschichte.

Denn besiegt wurde der haushohe Favorit, eine aus Militärangehörigen bestehende, also quasi Profis aufweisende Mannschaft aus einem Ostblock-Land, von westlichen Amateuren, die erst im Nachgang mit Arbeitsstellen und Geschenken bedacht wurden. Das Verhalten der deutschen Fans – von denen viele erst im Verlauf der Weltmeisterschaft ihre Fußballbegeisterung entdeckten – und das Auftreten der Offiziellen des DFB und der Politik wurde vom Ausland argwöhnisch beäugt, lag das Kriegsende doch gerade einmal neun Jahre zurück. Und handelte es sich wirklich um ein „Wunder“ oder nicht vielmehr um das Resultat eines Leistungsdenkens, wie es das in jenen Jahren beginnenden Wirtschaftswunder auszeichnete?

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