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"Das Wichtigste sind Respekt und Zuhören."

06/2026 - Die muslimische Theologin Dr. Hamideh Mohagheghi und der Rabbiner Dr. Gábor Lengyel sind regelmäßig gemeinsam in Schulen und bei Diskussionsveranstaltungen. Zusammen werben sie für ein friedliches Miteinander von Religionen und berichteten in der jüdisch-muslimischen Woche von Eine-Welt-Verein und FORUM von ihren Erfahrungen. Zur Einstimmung gab es im Capitol-Theater die deutsche Kinokomödie "Nicht ganz koscher".

Mohagheghi und Lengyel sind vertraut mit unterschiedlichen Gesprächssituationen, in die sie sich begeben. "Bei einem Schulbesuch fragte ein syrischer Jugendlicher mit großem Nachdruck und auch stellenweise zornig nach dem Krieg in Palästina", berichtete Rabbi Lengyiel. "Wir haben in dem Gespräch immer wieder Argumente und Sichtweisen ausgetauscht, einander respektiert und zugehört. Am Ende der Diskussion umarmten wir uns und gaben uns die Hand." Denn darum ginge es den beiden Theologen: Egal, wie weit die Meinungen scheinbar auseinanderliegen würden, ein friedliches Miteinander könne nur über Gespräche, Respekt und Zuhören gelingen. Und wenn die beiden Theologen diese Botschaft auch im Capitol-Theater überbrachten, war spürbar, dass es bei ihnen keine leeren Floskeln, sondern für sie eine Lebensangelegenheit ist.

Der Film "Nicht ganz koscher - eine göttliche Komödie" hatte als Einstieg zwar mit den Klischees der beiden Religionen gespielt, diente aber gut als Start in das Gespräch. Ein New Yorker Jude und ein muslimischer Beduine fahren darin gemeinsam durch die Wüste und lernen sich aus anfänglicher Reserviertheit heraus immer näher kennen. Als das Auto seinen Geist aufgibt, müssen die beiden sich arrangieren trotz ihrer unterschiedlichen Religionspraktiken.

"Natürlich ging der Film nicht ganz fair mit den beiden Hauptfiguren als Vertreter ihrer Religionen um", meinte Dr. Mohagheghi, die auch Co-Vorsitzende im Rat der Religionen in Hannover ist. Aber die Botschaft stimme: Durch Kennenlernen und Zuhören entstehe Freundschaft.

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