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Die Freundschaft in Europa weitertragen
06/2026 - Mit vielen Jugendlichen begab sich das Komitee für Städtepartnerschaften in diesem Jahr auf den Weg in die französische Partnerstadt Blainville-sur-Orne. "Wir wollen die freundschaftliche Tradition und den Austausch Zug um Zug in die nächste Generationen tragen", sagt Organisator Raphael Bigus vom FORUM.
Walsroder Zeitung vom 10.07.2026: Freundschaftsbesuch in Frankreich. Walsrode und Blainville-sur-Orne stärken ihre Städtepartnerschaft und schauen auf die fast 25-jährigen Verbindung.
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Das trifft auch auf die Gruppe zu, die im Juni wieder einmal zu einem Freundschaftsbesuch in die Walsroder Partnerstadt Blainville-sur-Orne gefahren ist. Es galt nicht nur, die fast 25 Jahre bestehenden Beziehungen zu pflegen, sondern auch den vor zwei Jahren bereits intensivierten Jugendaustausch weiter zu beleben.
Der Bürgermeister von Blainville, Lionel Marie, freute sich bei seiner Begrüßung besonders über die rege Teilnahme von französischen und deutschen Schülerinnen und Schülern an diesem Treffen. „Die Zukunft unserer Städtepartnerschaft liegt in ihren Händen. Sie werden es sein, die diese wunderbare Geschichte europäischer Freundschaft weitertragen“, betonte der Bürgermeister in seiner Ansprache an die deutschen Gäste. Er dankte auch den beiden Partnerschaftskomitees, die mit viel Engagement das Treffen vorbereitet hatten. Das sei diesmal umso anspruchsvoller gewesen, da ein Programm ausgearbeitet werden musste, das den unterschiedlichen Erwartungen verschiedener Generationen gerecht werden sollte.
Die Jugend ein entscheidender Faktor
Auch im Grußwort der Walsroder Bürgermeisterin Helma Spöring, das vom deutschen Komitee-Vorsitzenden Raphael Bigus verlesen wurde, kam zum Ausdruck, wie wichtig die Jugend für „die positive Entwicklung“ der Beziehungen sei, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Walsrode.
Auf dem Programm für das Treffen standen wieder interessante Ausflüge, so nach Rennes, der Hauptstadt der Bretagne, mit ihren mittelalterlichen Fachwerkhäusern und einer eindrucksvollen Kathedrale. Eine Stadtführerin brachte den Gästen die bretonischen Eigenheiten und die wechselvolle Geschichte dieser Stadt näher. Zudem fand eine Fahrt nach Dives-sur-Mer statt, eine Stadt der Normandie. In einer großen mittelalterlichen Markthalle aus Eichenholz bestand die Möglichkeit, viele Spezialitäten der Region zu probieren und zu erwerben. Das sogenannte Dorf von Wilhelm, dem Eroberer, war gespickt mit Kunsthandwerksläden. Am Spätnachmittag konnte sich die Erwachsenengruppe eine alte Apfelweinkellerei ansehen.
Über die Helfer bei der Apfelproduktion, die Bienen, gab es am letzten Programmtag noch einen Vortrag des französischen Komitee-Vertreters Christian Mathieu. Er zeigte nicht nur „die wundervolle Welt der Bienen“, sondern veranschaulichte auch die enorme Arbeitsleistung und -teilung dieser beeindruckenden Insekten. Der größte Feind der Bienen sei bekanntermaßen der Mensch, heißt es weiter, mit seinem vielfach problematischen Chemie-Einsatz, der Anlage von großen Monokulturen und der Verstädterung. Blainville hat auf die Problematik mit der Anlage von Blumeninseln reagiert, auf denen die Blumen zu unterschiedlichen Zeiten blühen, damit die Bienen immer Nahrung finden. Eine Kostprobe des in der Region gewonnenen Honigs durfte natürlich nicht fehlen. Ein Ausflug in die alte Festungsstadt Caen, zu dessen Verwaltungsbezirk Blainville gehört, beschloss das Besichtigungsprogramm.
Von Apfelweinkellerei bis „Welt der Bienen“
Für die deutschen Schülerinnen und Schüler fanden mehrere Ausflüge in verschiedene Freizeitparks statt, wo sie die Jugendlichen der französischen Gastfamilien besser kennenlernen konnten. Sprachprobleme ließen sich mit entsprechenden Programmen auf den Smartphones schnell lösen. Unterstützung gab es durch die begleitenden Lehrkräfte. So entstanden lebendige Kontakte.
Den Erwachsenen wurde zwischen und nach den Veranstaltungen immer wieder die Gelegenheit geboten, sich mit ihren Gastgebern über die Zukunft der Städtepartnerschaft auszutauschen, alte Freundschaften zu pflegen und neue zu knüpfen. Es habe sich gezeigt, dass die Beziehungen zwischen Blainville und Walsrode lebendig, gut aufgestellt und ein Vorbild für den partnerschaftlichen Umgang miteinander seien.


















