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Schwarzpulver für Jagdmunition war noch erlaubt

04/2026 - Schwarzpulver war das Kernprodukt der Firma Wolff & Co., als sie 1815 aus einer übernommenen Papierfabrik entstand. Als 1916 ein Explosionsunglück im Schwarzpulverbetrieb der Bomlitzer Stammfabrik große Schäden an umliegenden Produktionsanlagen verursachte, baute man sie dort nicht mehr auf, sondern abseits an der Bomlitz in Haßmoor. Thorsten Neubert-Preine führte für das FORUM zu den dortigen Relikten.

Wegen der Schwarzpulvertradition wurde schon früh in Bomlitz eine Straße nach dem Franziskaner-Mönch Berthold Schwarz benannt, der im Mittelalter das Schwarzpulver aus Zufall entdeckt haben soll. Diese angebliche Entdeckung (eventuell ist Berthold Schwarz auch nur eine fiktive Person der mittelalterlichen Geschichtserzählung) machte den Ort Bomlitz und seine Region zu dem, was heute noch der Industriepark darstellt: Der größte Arbeitgeber prägt den ursprünglich ländlichen Raum und formt ihn zu einer wirtschaftlich starken Industrieregion.

Nach dem Ersten Weltkrieg war es dem Deutschen Reich nach dem Versailler Vertrag nur sehr begrenzt erlaubt, wieder aufzurüsten. So blieben von der Pulverproduktion nur die Anlagen in Haßmoor, die noch Schwarzpulver für die spezielle Jagdmunition herstellten. Sie spielten bei der späteren Aufrüstung der Nazis nur eine untergeordnete Rolle.

Heute findet man nur noch Trümmer und Ruinen, bei denen man viel Phantasie haben muss, um die ursprüngliche Anordnung zu erkennen. Die Natur hat sich das Gelände nach achtzig Jahren wieder zurückerobert.

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