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Die Einwanderer machten die USA erst stark
03/2026 - Aus unterschiedlichen Beweggründen machten sich Menschen und Familien im 19. Jahrhundert auf den Weg, um in Amerika - der "schönen, neuen Welt" - ein neues Leben zu beginnen. Auch aus der Lüneburger Heide wanderten Familien aus. Historiker Dr. Stephan Heinemann stellte beim FORUM für den 250. Geburtstag der USA ausgewählte Biographien der Auswanderer aus seinem Buch vor.
Auch wenn das der aktuelle US-Präsident sicherlich nicht gern hört, ist die Lage klar: Erst durch die Einwanderer sind die USA zu dem geworden, was sie heute nach 250 Jahren sind. Zu ihnen gehörten z.B. die Deutschen Levi Strauss aus Bayern, der die nach ihm benannte Hose schneiderte, oder Heinrich Steinweg aus dem Harz, der bis heute mit den Steinway-Flügeln internationale Maßstäbe für hochwertige Klaviere setzte.
Weniger prominente Familien fanden aber auch ein neues Glück. Die Familie von Heinrich Dehning z.B. stammte aus Hemslingen und wanderte komplett aus. Sie fanden in der Nähe von Chicago (Illinois) ein neues Zuhause und betrieben eine Farm.
Heinemann schilderte, wie die Situation im damaligen Land Hannover war und welche Gründe dazu führten, dass Auswanderungswillige ihre Heimat für immer verlassen wollten und sich Hoffnung auf ein besseres Leben machten. Er beschrieb auch, wie eine solche Überfahrt ablief, die anfangs per Segelschiff und später auch mit Dampfern meist von einem der beiden großen norddeutschen Häfen Bremerhaven oder Hamburg startete. Wie groß die Verzweiflung gewesen sein muss, die zu der Courage führte, diese beschwerliche Reise auf sich zu nehmen, lässt sich nur erahnen. Denn nicht nur die Überfahrt war abenteuerlich, auch nach der Ankunft in Amerika boten sich den Auswanderern zu Beginn nur wenige Möglichkeiten. Viele wurden erst einmal Tellerwäscher und nur selten später Millionär.


















