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In den 1980er Jahren wurde die EIBIA saniert
06/2026 - Wenn Historiker Thorsten Neubert-Preine für das FORUM durch die EIBIA führt, muss sich niemand Sorgen machen. Auch wenn auf dem damaligen Fabrikgelände Schießpulverprodukte hergestellt wurden, ist das heutige Naherholungsgebiet sicher für alle Besuchenden. Das damals noch eingezäunte Areal wurde in den 1980er Jahren von Spezialfirmen saniert. Alle Rohre wurden gespült, Lagerreste und andere Kontaminationen entfernt und dafür Wanderwege angelegt.
Im Oktober 1989 schnitt der damalige Bürgermeister Werner Heinzel öffentlich das Absperrband durch und gab das Gelände frei für die Bevölkerung. "Auch die Bundeswehr hatte Interesse an dem Fabrikgelände, als Gemeinderat wollten wir eine Übernahme verhindern", erinnert sich ein Ratsmitglied aus der damaligen Zeit. Denn Bomlitz und Benefeld sollten seinerzeit noch langfristig zueinanderwachsen. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn die EIBIA weiter Sperrgebiet geblieben wäre.
Die Gemeinde Bomlitz kaufte, und mit Förder- und Eigenmitteln wurde die Sanierung finanziert. Das Reinigen und Demontieren musste dabei unter großen Vorsichtsmaßnahmen passieren. Geschnitten wurden Rohre grundsätzlich mit Wasser statt mit Sägen, weil sonst die eventuell noch enthaltenen Explosivreste sich hätten entzünden können.
Heute darf man die Wege trotzdem nicht verlassen und einfach ins Gelände gehen, aber nicht wegen Sprengmittelresten: Verbliebene Versorgungsschächte und die ineinander verkeilten Trümmerreste sind immer noch eine Unfallgefahr, die man nicht unterschätzen sollte. Die Wege sind allerdings sicher für einen Gang durch den "Denkort EIBIA".


















