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Wunderbare Fusion von Klang und Gesang
06/2026 - Ganz genau wusste man nicht, was einen erwartete. Das Quartett aus dem Asambura-Ensemble nahm bei seinem FORUM-Konzert in der Walsroder Stadtkirche die Gäste von Beginn an mit auf eine musikalische Reise durch unvertraute kulturelle Welten, Klänge und Interpretationen. Vier leidenschaftliche Künstlerinnen und Künstler ermöglichten ein musikalisches Erlebnis, das ungewöhnlich ergreifend war und in seiner Art in unserer Region selten zu hören ist.
Ganz im Sinn der jüdisch-muslimischen Themenwoche von Eine-Welt-Verein und FORUM fand das Abschlusskonzert der Veranstaltungsreihe in einer christlichen Kirche statt. Und das Verbindende stand auch bei Asambura im Mittelpunkt. Drei Saiteninstrumente aus verschiedenen Musiktraditionen bauten mit solistischen Einlagen einen gemeinsamen Rahmen, der schließlich von der Berliner Sängerin Ruveyda beeindruckend ausgefüllt wurde. Ihr fast schon meditativer, trotzdem aber klarer anatolischer Gesang, den sie durchgängig verzierte mit stimmlichen Ornamenten, hob ab und konnte gerade in der großen Stadtkirche seine Wirkung entfalten.
Die Musikerinnen und Musiker waren zwar grob aufeinander abgestimmt, verbanden aber mit ihren Improvisationen die Entwicklung des Stücks. Und so verknüpften der Sitar-Virtuose Hindol Deb, Ayşe Deniz Birdal am Cello und der brasilianische Gitarrist Victor Santana traditionelle Klänge mit klassischen Passagen, die Ruveyda mit ihrem Gesang ausgestaltete.
Die Zuhörenden ließen sich auf die ungewohnte Art von Musik ein und wurden von der Wertigkeit nicht enttäuscht. So schloss die Woche ab mit einem Blick über die kulturellen Grenzen und einem weiteren Beleg dafür, dass Vielfalt viel Unbekanntes beinhaltet, aber eben immer eine Bereicherung ist.


















