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Ein Querschnitt durch die örtlichen Jahrhunderte

09/2026 - Heinrich Garbes aus Helmsen war 18 Jahre alt, als er bei der Firma Wolff & Co. als Pulvermüller begann. Fast sechzig Jahre lang arbeitete er dort und stieg zum Pulvermeister auf. Er galt als intelligent und pflichtbewusst und war in seiner gesamten Tätigkeit loyal gegenüber der Firma. Stadtarchivar Thorsten Neubert-Preine führte für das FORUM über den Friedhof Walsrode und stellte neben dem Grab und der Vita von Garbes weitere Persönlichkeiten vor, die dort ihre letzte Ruhestätte haben.

Der Friedhof ist 1815 eingerichtet worden und lag seinerzeit vor der Stadt. Schon länger diskutierte man, Verstorbene nicht mehr auf dem Kirchhof oder sogar in der Kirche zu bestatten, sondern ein besonders "eingefriedetes" Feld zu nutzen. Denn nach vielen Jahrzehnten wurde die Kapazität rund um die Kirche knapp, und Bestattungen erfolgten oft ungewollt in Schichten.

Bei der Neueinrichtung wurden dann unter anderem die Gräber des Garnisonsfriedhofs an der heutigen Neuen Straße umgebettet, so dass vom Stil auch klassizistische Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert zu finden sind. So ist ein Spaziergang über den Walsroder Friedhof auch immer ein Spaziergang durch die Jahrhunderte.