Aktuelle FORUM-Termine

21.11.2026 Literatur-FORUM "Erich Maria Remarque"
Samstag - 17.00 Uhr - Dorfgemeinschaftshaus Bomlitz (August-Wolff-Straße 3)
Erich Maria Remarque (1898-1970) gehört sicherlich zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellern. Mit seinem Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues" machte er als ehemaliger Frontsoldat die Grauen des Kriegs zum Thema und wurde damit weltbekannt. Der gebürtige Benefelder Hans-Jürgen Bollig wird in einem Literatur-FORUM mit einer Bildpräsentation das Leben und Wirken von Erich Maria Remarque vorstellen und einordnen. Er wird dabei auch einen Vergleich zur heroisierenden Kriegsdarstellung von z.B. Ernst Jünger in dessen Tagebuchroman "In Stahlgewittern" anstellen.
"Am besten 'was Neues!": Erich Maria Remarque entwickelte sich als "Weltbürger wider Willen" vom Werbetexter für die Continental AG und Journalisten bei der Zeitschrift "Sport im Bild" ab 1929 zum Bestsellerautor: Drei der zahlreichen Stationen in der Schriftstellerkarriere des Erich Remark (1898 bis 1970). Der gebürtige Benefelder Germanist und Historiker Hans-Jürgen Bollig beleuchtet in einem bunten Kaleidoskop das durch die politischen Verhältnisse unstete Leben des Schriftstellers, der mit seinem Roman "Im Westen nichts Neues" einen bis heute andauernden Welterfolg landen konnte. Seine Themen: Krieg, Diktatur, Vertreibung, Exil.
Geprägt von einschneidenden Erfahrungen des Ersten Weltkrieges (1914 bis 1918) gehört er zu verlorenen Generation. Die Vorgänge um die Aufführung der Erstverfilmung von "Im Westen nichts Neues" finden Beachtung im Vorfeld der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten. Auch Remarque gehörte zu den „verbrannten Dichtern“. Als Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, floh er, finanziell gut ausgestattet, in seine Villa in der Schweiz, später in die USA. Stets unterstützte und half er weiteren Exilanten ohne viel Aufhebens. Nach der Befreiung durch die Alliierten pendelte er zwischen beiden Ländern, immer wieder unterbrochen von zahllosen Aufenthalten in europäischen Luxushotels. In Deutschland hielt er sich nur noch besuchsweise auf.
Bollig gibt Einblicke in Remarques privates und öffentliches Leben und sein umfangreiches literarisches Schaffen. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller wird Erich Maria Remarque, wie er sich ab 1921 nannte, auch als Drehbuchautor, Dramatiker, Schauspieler, Kunst- und Schallplattensammler vorgestellt. Dreimal verheiratet pflegte er zahllose Affären, am bekanntesten die amour fou mit Marlene Dietrich. 1940 lernt er Paulette Goddard auf einer Wohltätigkeitsparty in Hollywood kennen und heiratet sie 1958 in Venedig. Die weißen Rosen der Dietrich auf dem Grab von Remarque lässt sie sofort entfernen und deren Briefe an Remarque verbrennen. Zwanzig Briefe sind dennoch erhalten.
Das öffentliche Erscheinungsbild des Erfolgsautors wird immer mal wieder illustriert mit eher unbekannten Details des „hommes de lettres“. Am Ende des Vortrages können sich die Gäste ein umfassendes Bild eines der erfolgreichsten, aber auch umstrittensten Schriftstellers der neueren deutschen Literatur machen. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.
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