Wunderschöne Vielfalt belohnt ihre Geduld

10/2020 - Wenn andere am Wochenende gerade frühstücken, kommt Annette Hagemann oft erst von ihrer Fotopirsch nach Hause. Sie muss in unserer Region nicht weit fahren, um Natur zu finden, in der sie reichhaltig Motive findet. Und mit einem mittlerweile erfahrenen Auge hat sie ein Gefühl dafür, wann es sich lohnt zu warten. "Es gibt aber natürlich auch Tage, da hat man leider keine besonderen Fotos - dafür aber immer eine wunderbare Zeit in der Natur." Beim FORUM zeigte sie ihre Fotos, die große Lust darauf machten, sich selbst einmal mit Geduld auf Naturbeobachtung zu begeben.

Wer schon einmal versucht hat, sein Haustier zu fotografieren, weiß, dass die tierischen Fotomodelle nicht immer bereitwillig kooperieren. Und bei Wildtieren ist das sogar noch ungleich schwieriger. So war den Gästen klar, wie viel Zeit, Geduld, Gespür und Talent Annette Hagemann investiert haben muss für die große Anzahl von tollen Fotos, die sie präsentierte. Und nicht nur die Qualität beeindruckte, sondern vor allem auch die große Vielfalt von Tieren, die ein gewöhnlicher Waldspaziergänger üblicherweise nicht zu Gesicht bekommt, sich aber dennoch in seiner Nähe befinden. So hatte Annette Hagemann Fasane, Rebhühner, die legendäre Muffelherde aus der EIBIA und z.B. auch beeindruckende Hirsche und Rehe in ihrer Fotoshow. Bei weniger flüchtigen Tieren investierte Hagemann auch gern nasse Bekleidung, um einem Krötenpärchen auf Augenhöhe zu begegnen. 

"Mir ist wichtig, Zeuge sein und beobachten zu dürfen, ohne die Tiere in ihrem Lebensraum zu stören oder gar zu verängstigen", sagt die Naturfreundin. Dafür hat sie sich im Laufe der Jahre eine Fotoausrüstung mit leistungsfähigen Objektiven zugelegt, die bei größeren Exkursionen schon einmal sieben bis acht Kilogramm Gepäck bedeuten kann. "So kann ich aus der Ferne die Tiere in Ruhe lassen und erhöhe gleichzeitig meine Chance auf ein gutes Foto."

Zu den Highlights im Vortrag gehörte eine Dachsfamilie, die Hagemann über einen längeren Zeitraum begleiten konnte. Hier fotografierte sie nicht nur, sondern filmte die spielenden Jungen und ihre Eltern, wie sie sich nach einem Tag im Bau die Pelze reinigten.  Als weiteres Highlight konnte sie abschließend Fotos von der seltenen Begegnung mit einem Wolf zeigen.  Ihre Fotos hat sie in einem großformatigen Kalender für 2021 veröffentlicht, der bei ihr persönlich oder über das FORUM erhältlich ist.

"Die Fotos von Annette Hagemann zeigen die wunderschöne Artenvielfalt unserer heimatlichen Natur. Wer diese Natur liebt, will sie auch erhalten und schützen", betonten Hans Scheele und Torsten Kleiber vom FORUM. Sie verwiesen damit auch auf das Volksbegehren "Artenvielfalt", für das aktuell Unterschriften gesammelt werden.

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