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Ortsgeschichte

11/2023 - Die Stadt Walsrode ist mittlerweile die größte Kommune im Heidekreis, zu der neben Walsrode noch weitere dreißig „Stadtteile“ gehören. Kennzeichen dieser großen Stadt ist eine ausgeprägte Ländlichkeit. Das ist auch das Thema des neuen Bildkalenders, der wieder in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Walsrode erstellt wurde. Unter dem Titel „Walsrode, in der Stadt und auf dem Land“ werden die Betrachtenden mit einer Reihe von alten Aufnahmen aus der Kernstadt und einigen Ortschaften durch das Jahr 2024 begleitet, die zu Walsrode gehören.

09/2023 - Die Jüdin Edith Hurwitz gehörte in Walsrode ein Textilgeschäft am Kirchplatz. Am Abend des 09. November 1938 war die 37-Jährige bei Bekannten in Berlin, als die Männer der Walsroder SA ihr Haus anzündeten. Erst feierten sie Hitlers Putsch von 1923, dann saßen sie abends noch in einem Cafe in der Langen Straße. Schließlich kam der Befehl aus der Parteizentrale, und die Nazis gingen los.

07/2023 - Auf dem Bomlitzer Ehrenfriedhof haben 126 Menschen ihre letzte Ruhestätte, die in der Region Bomlitz durch die Einwirkung des Kriegs zu Tode gekommen sind. Die Verstorbenen stammen aus elf verschiedenen Nationen, die meisten Opfer stammen aus Polen. Mit Heinrich Draeger befindet sich auch ein Deutscher auf dem Ehrenfriedhof. Er hätte am 16. Juli Geburtstag gehabt.

07/2023 - Es gibt ein markantes Feld mit Hügelgräbern gleich beim Benefelder Eingang zur EIBIA, und so liegt die Vermutung nahe: Der Ortsname "Benefeld" könnte aus einer ursprünglichen Bedeutung als "Gebeinefeld" kommen. Historisch ist die Herkunft aber einfacher und auch in altem Kartenmaterial belegbar. Denn Benefeld war bis zum Bau der EIBIA im Jahr 1935 sowieso keine Ortschaft, sondern nur ein weitläufiges Gelände mit vier bis fünf Höfen. 

07/2023 - Das Leben in der Bronzezeit war immer ein Kampf ums Überleben. Gerade auf den kargen Böden der Heide war es aufwendig, Ackerbau zu betreiben. Neue Werkzeuge und Impulse kamen nur durch Zuwanderer, die meist aus südöstlichen Teilen Europas nach Norddeutschland kamen, um Handel zu treiben. Nur so kamen überhaupt Bronzegegenstände in die Region, denn das dafür nötige Zinn und Kupfer gab und gibt es hier nicht als Bodenschätze.

05/2023 - Man muss schon ein bisschen suchen und durch unwegsames Gelände gehen, bis man auf die Ruinen der Pulveranlage Haßmoor an der Bomlitz stößt. Weit weg von den Produktionsanlagen des Hauptwerks standen hier zehn Mühlen für Schwarzpulver jeweils zusammen mit einem Lagerbunker für das fertige Pulver. Nach dem Ersten Weltkrieg sorgte der Versailler Vertrag dafür, dass das Deutsche Reich entmilitarisiert wurde, und so wurde die Anlage Haßmoor außer Betrieb genommen. Thorsten Neubert-Preine führte für das FORUM zu den Relikten.

06/2022 - Zehn Pulvermühlen lagen wie eine Perlenkette an der Bomlitz und wurden erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengt. Die Trümmer sind im Gelände verblieben und sind die Zeugen der Pulverproduktion der Firma Wolff für den Ersten Weltkrieg. Jährlich führt Historiker Thorsten Neubert-Preine Interessierte zu den Relikten, die immer mehr übewuchert werden und unsichtbarer werden. Allein sollte man die Orte nicht aufsuchen, weil sich die verkeilten Trümmer bei nahegelegenen Forstarbeiten lockern und gefährlich ins Rutschen kommen können. Zusätzlich lästig sind Mücken und Zecken, gegen die es im Gelände irgendwie kein richtiges Abwehrmittel gibt.

10/2022 - Stadtarchivar Thorsten Neubert-Preine verwaltet auch Archivalien, bei denen man sich wünschte, dass es sie nie gegeben hätte. Bei seiner FORUM-Führung "Jüdisches Leben in Walsrode" berichtete er den Teilnehmenden auch vom "Antisemitismus-Verein", der um 1890 in Walsrode gegründet wurde. In dieser Gesellschaft wurden wie selbstverständlich antisemitische Behauptungen nicht nur proklamiert, sondern auch wie ein realpolitisches Thema diskutiert. Aus dieser Zeit stammt auch der Walsroder "Antisemitismus-Krug", der eigens für diese Runde angefertigt wurde.

20220710 EWF FORUM Stand07/2022 - Zwar war die Laune beim Eine-Welt-Fest in Benefeld gut. Trotzdem war das Thema Afrika ernst und auch mit der Bomlitzer Geschichte verbunden. Denn 1885 ließ das Deutsche Reich Deutsch-Ostafrika mit sogenannten "Schutzverträgen" besetzen und vergab Siedlungsgelände an deutsche Kolonisten. Auch die Familie Wolff hatte seit Ende des 19. Jahrhunderts eine Siedlung am Kilimandscharo. Sie betrieb in "Wolffrode" Plantagen für Kaffee, Kautschuk und Baumwolle und eine Straußenzucht, nebenbei gingen Oskar Wolff und sein Bruder Max auf Großwildjagd. Das FORUM zeigte dazu an seinem Stand Fotos und drei Originalspeere aus dem damaligen Besitz der Familie.

06/2022 - Dirk Hering von der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Heidekreis ist Experte für die Grabungsstätten in der Region. Für das FORUM führte er zu den Hügelgräbern in Borg und zu den Relikten der Borger Burg. "In den Grabhügeln sind nach Tausenden von Jahren höchstens noch Leichenbrand, Scherbenfunde oder Steinkonstellationen zu finden. Diese Spuren sind nur im Kontext und mit professioneller Dokumentation archäologisch aussagefähig",  so Hering. Vor allem zerstört die Untersuchung die Fundstelle.

05/2022 - In den letzten zweihundert Jahren gab es gerade für Frauen immer wieder besondere Herausforderungen, Belastungen und Risiken. Das FORUM hat aus den lokalgeschichtlichen Untersuchungen Biogramme von acht Frauen zusammengestellt, die in Benefeld mindestens einen Teil ihres Lebens verbrachten. Zusammen mit den Organisatorinnen des Programms "Frauen im Fokus" stellte Torsten Kleiber vom FORUM die Lebensläufe stellvertretend für viele andere Frauen ihrer Zeit  an Originalschauplätzen vor.

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