Das Leben bestand damals aus Arbeit

03/2019 - Das Leben der Familie Heino, die im 19. Jahrhundert auf dem Mühlenhof lebte und arbeitete, ist mit den vorhandenen Quellen noch am besten dokumentiert. Schnell wird klar, woraus das Leben an der Mühle und auf dem Vollhof im heutigen Benefeld bestand: aus lebenslanger Arbeit, an sechs Tagen in der Woche von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und ohne Urlaubstage im Jahr. In dieser Zeit wurde für das "tägliche Brot" gearbeitet, um zu überleben, und man begann als Kind, das bereits auf die Hühner oder später auf die Ziegen oder sogar Kühe aufpassen konnte. Schließlich arbeitete man auch im Ruhestand solange, wie man es körperlich möglich machen konnte.

In der Müllerfamilie Heino verstarb im Jahr 1866 die zweijährige Tochter Anna Dorothea Marie Luise an Masern. Drei Jahre später verstarb ihre Schwester im Alter von zwei Jahren an Krupp. Viel Zeit hatte die Familie nicht, um diese Schicksalsschläge jeweils zu verarbeiten und mit ihrer Trauer umzugehen: Das (Arbeits-)Leben musste weitergehen, und eine für heutige Verhältnisse sehr hohe Säuglingssterblichkeit waren die Menschen gewohnt. "Die Lebensumstände von damals sollten heute zu Demut und Dankbarkeit mahnen", betonte Torsten Kleiber vom FORUM bei den letzten Mühlenführungen. "Heute und hier zu leben, ist ein Privileg. Hier, aber zu früherer Zeit, oder heute, aber an einem anderen Ort der Welt, sind beides Kombinationen, die ein sehr viel unsicheres Leben mit sich brachten und bringen."

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