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Cordinger Mühle und Tradition

11/2020 - Bereits in den letzten Jahren hat das FORUM Ende November einen Abend an der Cordinger Mühle in Benefeld angeboten, an dem mit Lichterketten, Feuerkorb und elektrischen Kerzen die Mühle stimmungsvoll beleuchtet wurde. Dazu gab es Mühlenführungen im Schummrigen und einen ersten Glühwein. In diesem Jahr kann es kein gemeinsames Event geben, aber dennoch soll auf eine weihnachtliche Beleuchtung nicht verzichtet werden.

10/2020 - Wenn der Müller das Getreide für die Bauern in seiner Mühle zu Mehl verarbeitete, bekam er dafür einen Lohn. Der Müller wurde aber auch mit einem Anteil am hergestellten Produkt als Naturalien entlohnt. Dieser Anteil wurde mit einem Metzeneimer abgemessen. Ein solcher Eimer steht noch in der Cordinger Mühle und wurde bei der letzten FORUM-Führung vorgestellt. Vier Metzen sind dabei ein Himten, und zwei Himten sind ein Scheffel (was nichts mit dem Scheffel zu tun hat, unter den man sein Licht nicht stellen soll). Eine Metze hat das Volumen von 7,7879 L.

06/2020 - Es gibt eine ganze Disziplin, die sich mit Mühlsteinen und ihrem Einsatz beschäftigt. Zum Beispiel muss ein aktiver Mühlstein ca. alle zwei Monate geschärft werden. Dazu muss der Stein angehoben und umgedreht werden, um die Riefen auf der Mahlseite mit einem Kraushammer nachzuschlagen. Bei einem Objekt von ca. einer Tonne Gewicht geht allerdings das Prinzip "Vier Personen - vier Ecken" nicht. Deshalb findet man in Mühlen immer auch einen sogenannten Steinkran, der bei der letzten FORUM-Führung durch die Cordinger Mühle genauer vorgestellt wurde.

06/2020 - Die erste Erwähnung der Cordinger Mühle ist in einem Vertrag von 1408, als sie an das Kloster Walsrode verkauft wurde. Die Müller in Cordingen waren damit damals die Lehnsnehmer des Klosters: eine Art Pächter, die aber nicht nur Abgaben zu zahlen hatten, sondern auch sogenannte Frondienste zu leisten hatten. Die Lehnsherren wiederum vergaben das Land und boten Schutz. FORUM und Kloster Walsrode belebten diese alten Bande wieder und starteten mit einer Fahrradtour zwischen den alten Verwandten.

09/2020 - Die Cordinger Mühle ist gerade am Deutschen Denkmaltag ein Ort, den man besucht haben sollte. "Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken." ist in diesem Jahr das Motto. Und auch, wenn es zurzeit leider nicht möglich ist, wie in den vergangenen Jahren ein kleines Volksfest anzubieten, gab es Führungen und einen Laufzettel zum Selbstlernen als kleine Mühlenprüfung. Die ausführlichen Lösungen zu diesem Laufzettel finden Sie  hier.

06/2020 - Wer in der letzten Zeit an der Cordinger Mühle vorbeikam, sah Ungewohntes: Jugendliche waren dabei, mit Messlatten und Winkelmessgeräten das Gelände zu vermessen. Es handelte sich um die 10. Klasse der Freien Waldorfschule, die Corona-bedingt in zwei zeitlich getrennten Gruppen an der Mühle aktiv ist. Auf dem Lehrplan steht das sogenannte “Feldmessen“, bei dem die Schülerinnen und Schüler mathematische Kenntnisse aus der Trigonometrie praktisch im Gelände anwenden müssen. Schließlich erstellen sie durch genaues Beobachten, Messen und Zeichnen eine präzise Karte.

05/2020 - Immer wenn mit Getreide gearbeitet wird, sind Mäuse nicht weit. Und immer wenn man mit Mäusen zu tun hat, holt man sich gern die Unterstützung von Katzen. Auch Heinrich Westermann, der letzte Müller auf der Cordinger Mühle in Benefeld, hatte (mindestens) eine "Mühlenkatze". Auf einem der früheren Fotos hatte sie sich sogar mit auf das Bild geschmuggelt. Ihr Name ist leider unbekannt, aber sie hat sicherlich gute Arbeit geleistet. Das FORUM hat für Interessierte ein Suchspiel vorbereitet und eine "Mühlenkatze" versteckt. Wer in den nächsten Tagen bei einem Spaziergang mit Kindern oder Enkeln an die Cordinger Mühle kommt, kann sich auf die Suche machen.

05/2020 - Die Schauspielerin Katja Riemann hatte 1987 ihr Fernsehdebüt mit der Verfilmung des autobiographischen Romans "Sommer in Lesmona". Sie spielte die Marga Lürmann, die der Autorin Marga Berck, geborene Magdalene Melchers, nachempfunden ist. Für ihre Leistung bekam Katja Riemann den Grimme-Preis. Magdalene Melchers, geboren 1875, war die Tochter einer wohlhabenden Bremer Kaufmannsfamilie. Und der Cousin ihres Vaters, Georg Friedrich Melchers, kaufte 1901 den Cordinger Mühlenhof. Mit dieser Übernahme endete an der Mühle eine Tradition, die mehr als fünfhundert Jahre anhielt.

05/2020 - Das Wappen führten im Mittelalter die Ritter auf ihren Schilden, damit die Gegner wussten, mit wem sie es zu tun hatten. Es war eine Art Visitenkarte und Firmenlogo, das Herkunft, Selbstverständnis und Besonderheit der eigenen Truppe darstellen sollte. Am 05. Mai 2020 hat der neue Rat der Stadt Walsrode sich nach der Fusion mit Bomlitz jetzt ein neues Wappen gegeben (Bild links). Während man in Bomlitz bislang scheinbar besonders stolz auf die bronzezeitlichen Hügelgräber war (Bild rechts), verstand man sich in Walsrode als Nachfahren des Klosters, das immerhin bereits im Jahr 986 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Im neuen Wappen werden beide Wappen nun integriert.

04/2020 - Es ist noch nicht klar, ob das FORUM-Märchenfest an der Cordinger Mühle in diesem Jahr stattfinden kann. Dabei wären auf jeden Fall wieder Christine und Werner Winkel von der Puppenbühne "Goldener Schlüssel", die eines der Grimmschen Märchen aufführen würden. Märchen sind den beiden seit Jahrzehnten wichtig: "Die Originaltexte faszinieren immer noch. Wir merken, dass die Märchen aktuelle Bezüge und auch heute noch Gültigkeit haben", sagt der Pädagoge Winkel. Und zum Schluss gewinne immer das Gute. Was allerdings das Gute ist, kann man gelegentlich nicht so einfach erkennen, wie eine Geschichte von Paul Maar ("Am Samstag kommt das Sams zurück") zeigt.

03/2020 - Besuch von einer dritten Klasse: Mit Frau Brühl von der Waldorfschule Benefeld machten sich die Kinder auf den Weg und schauten sich die Cordinger Mühle an. Torsten Kleiber vom FORUM führte die Grundschüler durch das mehr als zweihundert Jahre alte Gebäude und erzählte, wie die Müllerfamilien in alten Zeiten hier arbeiteten und ihr Leben verbrachten. Im gesamten dritten Schuljahr beschäftigen sich die Kinder mit altem Handwerk und verfolgten neugierig die Beschreibungen des damaligen Alltags. Dass nur einmal im Monat das Backhaus angefeuert wurde und für vier Wochen das Brot für eine Familie gebacken wurde und ausreichen musste, erstaunte die Kinder.

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