03/2020 - Besuch von einer dritten Klasse: Mit Frau Brühl von der Waldorfschule Benefeld machten sich die Kinder auf den Weg und schauten sich die Cordinger Mühle an. Torsten Kleiber vom FORUM führte die Grundschüler durch das mehr als zweihundert Jahre alte Gebäude und erzählte, wie die Müllerfamilien in alten Zeiten hier arbeiteten und ihr Leben verbrachten. Im gesamten dritten Schuljahr beschäftigen sich die Kinder mit altem Handwerk und verfolgten neugierig die Beschreibungen des damaligen Alltags. Dass nur einmal im Monat das Backhaus angefeuert wurde und für vier Wochen das Brot für eine Familie gebacken wurde und ausreichen musste, erstaunte die Kinder.

03/2020 - Aus der ganzen Region zieht es ein großes Publikum zu den "Beflügelt!"-Konzerten von Waldorfschule und FORUM in den Pavillon der Waldorfschule Benefeld, um außergewöhnliche Künstler am Klavier zu erleben. Dieses Mal war die 21-jährige Pianistin Josefa Schmidt zu Gast. Sie studiert zurzeit an der Hochschule für Musik in Hannover, und hat bereits zahlreiche Wettbewerbe im In- und Ausland gewonnen. Auch im Rundfunk war sie schon mehrfach zu hören. Dieses Mal und im Jahr des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven war sie "live" in Benefeld mit ihrem Programm "Beethoven plus", das von der Klassik geprägt war.

02/2020 - Wer auf den Spuren von Humphrey Bogart in der marokkanischen Stadt Casablanca "Rick's Cafe Americain" sucht, wird eher enttäuscht. Weder gibt es dieses Cafe im Original, noch hat Casablanca sein Flair der damaligen Zeit behalten. Der Bomlitzer Heinz Mahnke stellte in einem FORUM-Weltreisevortrag seine Eindrücke von Marokko vor und konnte Empfehlungen geben: Neben anderen gehörte Marrakesch zu den Highlights mit vielen Sehenswürdigkeiten, großer Lebendigkeit und gastfreundlichen Menschen ohne das übliche Basarverhalten. An den Nachfragen der Gäste konnte man sehen, dass Marokko bereits bei vielen ein beliebtes Reiseziel ist.

Nur "Rick's Cafe" findet man dort halt nicht. Aber der Rest lohnt sich, ist touristisch gut erschlossen und eine Reise wert.

02/2020 - In der Einführung hörten die Gäste, dass die Inszenierung von Rossinis "Barbier von Sevilla" modern sei - und waren sicherlich gespannt und vielleicht etwas skeptisch, was das wohl bedeuten würde. Schließlich hatte Nicola Hümpel, die für die Inszenierung in der Staatsoper Hannover verantwortlich war, etwas geschaffen, das den Zuschauenden viel mehr Einblicke ermöglichte als traditionelle Aufführungen. Mit einer großen Videoleinwand konnten die Darsteller in Großaufnahme im Hintergrund gezeigt werden mit all ihrer Mimik und Körpersprache, während sie auf der Bühne agierten. Ein tolles Erlebnis, auch für Leute, bei denen Opern nicht auf der täglichen Playlist stehen.

02/2020 - Jedes Wort zählt, und jedes hat seine eigene Bedeutung. Und wenn man sich darauf einlässt, entsteht aus verschiedenen Impulsen, Eindrücken und etwas Anleitung kreative Lyrik. Beim FORUM leitete Inge Meyer-Hameister die Schreibwerkstatt "Schreiben in Bildern", bei der die Teilnehmenden sich von der aktuellen FORUM-Fotoausstellung "Begegnung mit Wasser" inspirieren ließen. Als Ergebnis entstanden Elfchen (strukturierte Texte aus elf Worten), betonte Sätze und pointierte Wortexperimente, die verblüffende Ergebnisse und eine ungewohnte Erfahrung bei den Teilnehmenden hervorbrachten. 

02/2020 - Historiker Thorsten Neubert-Preine hat bereits viele Male Gäste durch die Ausstellung zu "200 Jahre Industriegeschichte in Bomlitz" geführt. Aus dem geschichtlichen Rundumblick  wird klar: Die Entwicklung der Region Bomlitz und der Firma Wolff & Co. waren nicht nur eng miteinander verbunden, sondern in weiten Teilen der beiden Jahrhunderte im Prinzip eine gemeinsame. Eine solche Symbiose ist selbst an traditionell großen Industriestandorten selten zu finden. Bomlitz entwickelte sich auf diese Art zum Industriestandort, während Walsrode und Bad Fallingbostel Gerichte und Verwaltungen bereitstellten und kleinstädtischen Charakter bekamen.

20200220 lese forum02/2020 - Die Gäste bringen selbst Bücher mit, stellen sie vor, und man tauscht sich darüber aus. Das ist das Prinzip des Lese-FORUMs, das seit neun Jahren im FORUM läuft und immer wieder eine unterhaltsame und interessante Runde ist. Zwischen den Buchvorstellungen werden Quizfragen aus der Welt der Bücher und der Literatur gestellt, zu denen es diesmal vier Lese-"Blind Dates" zu gewinnen gab - nett verpackte Bücher als Lese-Überraschung, die mit nur drei Stichwörtern beschrieben waren. Für Erheiterung sorgte das Büchlein "Gutes Benehmen" aus dem Jahr 1954, das vom Inhalt auch aus 1854 hätte stammen können. Die vorgestellten Bücher finden Sie unter diesem Link.

02/2020 - Im Englisch-FORUM werden alte oder aktuelle Sprachkenntnisse mit einfachen Gesprächen und Themen aufgefrischt oder wachgehalten. Und wenn einem das englische Wort nicht einfällt, ist es in der Runde in Ordnung, kurz auf "Germish" umzuschalten. Und dabei sind die Sprachen Englisch und Deutsch sowieso nahe Verwandte, was auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt auffällt. "Der Grund, weshalb Deutsch, Niederländisch, Englisch und die skandinavischen Sprachen so ähnlich aussehen, ist der, dass sie alle von einem vorgeschichtlichen Vorfahren abstammen, den wir Proto-Germanisch nennen", schreibt Guy Deutscher in seinem Buch "Die Evolution der Sprache".

02/2020 - Man gibt lieber aus "warmen Händen", statt nach dem Tod zu vererben. Und so setzte der Eigentümer der Cordinger Mühle, der 59-jährige Müller Johann Georg Heino, mit seinem ältesten Sohn Heinrich Wilhelm Heino im Jahr 1860 einen "Uebergabe-Contract" auf. In diesem Vertrag vermachte er seinem Sohn die Mühle, nicht aber ohne für sein eigenes Altenteil vorzusorgen und Pflichtteile für die Geschwister seines Sohnes festzulegen. Torsten Kleiber vom FORUM erklärte bei der letzten Führung durch die Mühle die Inhalte des Schriftstücks, das einige überraschende Passagen beinhaltet.

So sicherte Heino sen. sich selbst lebenslang freie "Kost und Logie" im Müllerhaus, wobei auch im Detail definiert wurde, woraus z.B. sein Bett bestehen musste. Auch das Deputat des "alten Herrn" wurde geregelt mit einem jährlichen Anteil an der Weizen-, Obst und Gemüseernte. Zusätzlich legte der Vertrag fest, dass ihm jeden Sonntag ein Pferdegespann zur Verfügung stehen musste, mit dem er zur Kirche fahren konnte.

Nachrichten

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.