06/2021 - Für das Herstellen von Bronze braucht man Kupfer und Zinn und vor allem Knowhow. Und da es das im norddeutschen Raum und speziell im heutigen Heidekreis um 1.800 v. Chr. noch nicht gab, kam Bronze nur über Händler aus Südosteuropa und dem Nahen Osten in die Region. Bronze wurde ein Wertgegenstand, den sich nur Menschen leisten konnten, die mit anderen Wertgegenständen bezahlen konnten. So entstand etwas, was in der Steinzeit noch unbekannt war:  gesellschaftliche Unterschiede.

06/2021 - Endlich wieder ein Lese-FORUM! In den letzten Monaten war es nicht möglich, beisammenzusitzen und über Büchertipps zu plaudern. Und auch diesmal saß man zwar bequem, aber die Teilnehmenden taten das jeweils zuhause: Das Lese-FORUM hat zum ersten Mal online über eine Videokonferenz stattgefunden. Gemeinsam zusammenzusitzen wird zwar weiterhin das Beste sein. Aber die digitale Variante hat auch ihre Vorteile.

06/2021 - Auf ungewöhnlichen Wegen hat eine Sammlung von EIBIA-Dokumenten den Walsroder Stadtarchivar Thorsten Neubert-Preine erreicht. Der Fund bringt neue Aspekte in die historische Betrachtung und ist in dieser Form ein Glücksfall. Er ist auch eine Erinnerung daran, dass man alte Unterlagen aus Nachlässen nicht leichtfertig wegwerfen sollte. 

05/2021 - Für Laien lässt sich von außen oft nicht erkennen, was das Besondere an einem Betrieb ist. Bei der FORUM-RadKulTour besuchten die Mitfahrenden vier örtliche Betriebe, die sich mit moderner Landwirtschaft beschäftigen. Peter Hartwig vom FORUM hatte eine abwechslungsreiche Route mit vielen "Aha"-Effekten und "Innenansichten" für die Gruppe zusammengestellt, die mit etwas 25 Kilometern auch nicht anstrengend wurde.

05/2021 - Die EIBIA stellte im Zweiten Weltkrieg für die Deutsche Wehrmacht Pulver her. Es wurde für Granaten verwendet, für Bomben, Torpedos oder Patronen. Bei dieser Produktion spielte Arbeitsschutz nur eine begrenzte Rolle, Gewässer- und Umweltschutz im Prinzip gar keine. In der betriebsinternen Logistik war man hingegen in der EIBIA mit Elektrokarren und Dampfdrucklokomotiven schon vor mehr als achtzig Jahren klimafreundlich aufgestellt. Halt nur nicht mit Absicht.

05/2021 - Dass Arno Schmidt zu den wichtigen und wertvollen deutschsprachigen Schriftstellern gehört, ist keine neue Erkenntnis. Bei einer FORUM-Führung ging es durch Benefeld, und Arno Schmidt kam an Originalschauplätzen über Zitate selbst zu Wort. Mit seiner Sprache beschreibt er nicht nur, sondern ermöglicht es seinen Leserinnen und Lesern, die Situationen zu erleben. Ein Talent, das auch in der Weltlitatur in dieser Form selten ist.

05/2021 - Die Firma Wolff wuchs stark im internationalen Pulvergeschäft und hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein unausgesprochenes Erfolgsrezept: Sind die Arbeiter zufrieden und gesund, läuft der Betrieb gut und ohne Störungen, und die Firma verdient Geld. Heute nennt man das "Win-Win"-Strategie. Und dieses "Win-Win" kann man noch heute in der Architektur des Bomlitzer Ortskerns erkennen.

05/2021 - In Niedersachsen gibt es seit 2008 die Initiative "frauenORTE", bei der in Orten bedeutende Frauenpersönlichkeiten vorgestellt werden. In Benefeld gibt es zwar keine überregionale Prominenz, trotzdem hat das FORUM eine Führung zu Orten zusammengestellt, an denen die Biographien von bemerkenswerten Frauen präsentiert werden. Dazu gehören unter anderem Dorothea Heino, Gutsbesitzerin im 19. Jahrhundert, Alice Schmidt und die polnischen Jüdinnen Tema Gutwaks und Regina Gutman. 

05/2021 - Nach der Befreiung 1945 wurden die Produktionsanlagen der EIBIA von den Briten demontiert und die meisten der mehr als 300 Gebäude bis 1950 gesprengt. Zu den Gebäuden, die erhalten blieben, gehört die Filterstation bei den Benefelder Hügelgräbern. Hier hat eine von den wenigen "friedlichen" EIBIA-Produktionsanlagen die Zeit überdauert: Die Filterstation versorgte die Pulverfabrik mit Trinkwasser und bis 1998 auch Benefeld.

04/2021 - Ein Kilogramm weißes Mehl kostet heutzutage im Angebot gerade einmal 0,55 EUR, gelegentlich sogar weniger. Verglichen mit der Arbeit, die vor 100 Jahren bei Bauern und Müllern in der Herstellung des wichtigsten Lebensmittels lag, ist dieser heutige Preis belanglos. In der Cordinger Mühle zeigte das FORUM bei der letzten Führung, was damals getan werden musste, um aus dem angelieferten Getreide Mehl werden zu lassen.

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