10/2020 - Wenn der Müller das Getreide für die Bauern in seiner Mühle zu Mehl verarbeitete, bekam er dafür einen Lohn. Der Müller wurde aber auch mit einem Anteil am hergestellten Produkt als Naturalien entlohnt. Dieser Anteil wurde mit einem Metzeneimer abgemessen. Ein solcher Eimer steht noch in der Cordinger Mühle und wurde bei der letzten FORUM-Führung vorgestellt. Vier Metzen sind dabei ein Himten, und zwei Himten sind ein Scheffel (was nichts mit dem Scheffel zu tun hat, unter den man sein Licht nicht stellen soll). Eine Metze hat das Volumen von 7,7879 L.

10/2020 - Wenn andere am Wochenende gerade frühstücken, kommt Annette Hagemann oft erst von ihrer Fotopirsch nach Hause. Sie muss in unserer Region nicht weit fahren, um Natur zu finden, in der sie reichhaltig Motive findet. Und mit einem mittlerweile erfahrenen Auge hat sie ein Gefühl dafür, wann es sich lohnt zu warten. "Es gibt aber natürlich auch Tage, da hat man leider keine besonderen Fotos - dafür aber immer eine wunderbare Zeit in der Natur." Beim FORUM zeigte sie ihre Fotos, die große Lust darauf machten, sich selbst einmal mit Geduld auf Naturbeobachtung zu begeben.

10/2020 - Einen Ort wie Bomlitz findet man selten in Deutschland. Oft findet man Siedlungen, die sich an einem Gewässer bilden und einen Marktplatz oder vielleicht sogar eine Kirche im Mittelpunkt haben. Drumherum bildet sich Handwerk und später entwickeln sich im Außenbereich Fabriken. In Bomlitz hingegen gab es zuerst eine Mühle, aus der eine Fabrik wurde, und dann erst entstand um die wachsende Industrie herum eine Siedlung.  Historiker Thorsten Neubert-Preine hat nun die komplette Geschichte von Bomlitz von den ersten Spuren bis zur Eingemeindung nach Walsrode in einem Rückblendeheft aufbereitet.

09/2020 - Vor 100 Jahren wurde die Holzindustrie Cordingen gegründet. 69 Jahre ist es hingegen her, dass Arno Schmidt seinen Protagonisten in "Schwarze Spiegel" mit dem Fahrrad das menschenleere Fabrikgelände erkunden ließ: "Drüben war eine Schilderei; ich latschte müde hin „Holzindustrie Cordingen“, stands über höllisch hellgelb und schwarz geringelten Pfählen. (...)  Diesmal flanierte ich nach der entgegengesetzten Richtung, auf den Fabrikschornstein zu. Ein Fußsteig führte nach links bis zum Bahndamm, gleich neben der Brücke, und da sah ich schon, daß eins der Geleise hinter ins Fabrikgelände lief, also ihm nach, über die torfbraunen Schwellen. Holz, viel Holz! In mächtigen Bretterstapeln unter Schuppen; in Sperrholzplatten, aneinandergelehnten. Auch Balken, aber weniger. Im Hof noch Riesenstämme, elefantengrau, Buchen zumeist, von 80 bis 100 Zentimeter Durchmesser: schade um die schönen Bäume.

10/2020 - Peter Hartwig vom FORUM hat den Auftakt zu einer neuen Serie gemacht: Mit der FORUM-"RadKulTour" will er zweimal im Jahr eine Fahrradtour zu einem besonderen Thema anbieten. Bei der Herbstausgabe ging es um die schöne Natur und Landschaft in der Region, und Hartwig konnte aus dem Vollen schöpfen. Von der Cordinger Mühle ging es über Borg nach Hünzingen, um schließlich am Grundlosen See den ersten Stopp einzulegen.

10/2020 - Ein Besuch der EIBIA in Liebenau ist immer wieder erkenntnisreich. Die Größe und die damalige Geschwindigkeit des Bauvorgangs und Modernität der Technik sind beeindruckend. Wie in jedem Jahr besuchte eine FORUM-Gruppe den Partnerverein in Liebenau und durfte unter anderem ein ehemaliges Kraftwerk, Gebäude der Produktionsanlagen und ein Trockenhaus besichtigen. Sie wurde geführt von Historiker Martin Guse, der betonte: "Diese Anlagen konnten entstehen, weil Geld, Eigentum, Umwelt und vor allem Menschenleben keine Rolle spielten." 

10/2020 - Andreas Oesterling beherrscht das Klavier professionell in Klassik und Jazz. Und sein einigen Jahren hat der Pianist ein musikalisches "Hobby": Aus den USA hat er sich ein Vibraphon beschafft, das er in den unterschiedlichen Jazz-Ensembles einsetzt, in denen er spielt. Im ersten FORUM-Konzert seit Corona hatte er für die Gäste sein Solo-Programm "Good Vibrations" dabei und zeigte die Möglichkeiten dieses nicht alltäglichen Instruments.

20201004 Nordkampen 110/2020 - Peter Kloy vom FORUM kann für seine monatlichen Wanderungen aus einer große Zahl von Routen auswählen und kombiniert sie immer wieder neu.  Bei der Oktober-Tour startete die Gruppe in Nordkampen und machte die Kaffeepause am Bahnhof Stemmen. 15 Kilometer hatte die Strecke schließlich, was den Wandernden allerdings nicht auffiel. Denn Landschaft und  die Unterhaltungen unterwegs machen die Dauer kurzweilig. Peter Kloy sucht zusätzlich nach Besonderheiten in der Umgebung wie z.B. dem Fliegergrab von Heinz Schrader, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs im Luftkampf abgeschossen wurde.

09/2020 - Am 09. November 1938 traf sich die Walsroder SA gegenüber vom Hotel Hannover und bekam mitgeteilt, dass sich an diesem Abend "spontan der Volkszorn" gegen die jüdische Bevölkerung entladen würde. Die Feuerwehr wurde instruiert, dass sie entstehende Brände nicht löschen solle, sondern in erster Linie verhindern müsse, dass das Feuer auf die "arischen" Häuser übergreife. Am Kirchplatz war die Jüdin Edith Hurwitz nicht zuhause, als ihr Haus brannte.  Sie verkaufte nach ihrer Rückkehr das zerstörte Haus für einen Restwert und verließ die Stadt. Schließlich wurde sie nach Minsk deportiert, wo sie auch ermordet wurde. Historiker Thorsten Neubert-Preine erinnerte bei einer FORUM-Führung durch die Stadt an die jüdischen Menschen, die damals in Walsrode lebten.

09/2020 - Alexander Puschkin ist der Urvater der modernen russischen Literatur. Er verfasste Gedichte, Dramen und Romane, von denen eine der bekanntesten "Eugen Onegin" ist. Referentin Genja Stammen aus Celle stellte den Schriftsteller am Beispiel seiner mystischen Erzählung "Pique Dame" vor, die Peter Tschaikowskij zu einer  Oper vertonte.

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