"Horrorstör" sieht aus wie ein Ikea-Katalog

10/2018 - Egal, ob man gelegentlich zu Hörbüchern oder E-Books wechselt: Schließlich geht doch nichts über ein Buch in der Hand. Beim Lese-FORUM waren dann auch zwei Bücher in der Vorstellungsrunde, die "haptisch" besonders ansprechend sind. "Horrorstör" von Grady Hendrix spielt in einem Einrichtungshaus, sieht von außen aus wie ein Ikea-Katalog und ist auch im Innenteil reich ausgestattet mit Bildern und sogar Bauanleitungen, obwohl es sich um einen Thriller handelt. Und auch "Illuminae" von Jay Kristoff und Amie Kaufman versorgt den Leser nicht nur mit einer spannenden Geschichte, sondern auch mit Zusatzmaterial.

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"Unterwegs" zu sein bedeutet auch anzukommen

10/2018 - Wenn das Andreas Oesterling Quartett zu Gast beim FORUM ist, wird es nicht einfach nur ein sehr gutes Jazzkonzert, sondern ein Themenabend. Im letzten Jahr stellte das Ensemble ein Programm rund um den Mond mit seiner besonderen Faszination zusammen, das von "Fly me to the Moon" bis zu "Der Mond ist aufgegangen" reichte. In diesem Jahr brachten die vier Musiker ihre musikalische Interpretation von "Unterwegs" mit nach Bomlitz und präsentierten bekannte Jazzstücke und auch Jazzvarianten von populären Pop- und Rocksongs. 

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Von Stellichte aus in die andere Richtung

10/2018 - Stellichte war bereits im Juni Station auf der Monatswanderung, aber da ging es von Sieverdingen aus an der Lehrde entlang. Im Oktober war der Startpunkt der FORUM-Gruppe um Wanderführer Peter Kloy in Stellichte. Von dort ging es nach Wehnsen und anschließend zur Kaffeepause nach Kettenburg. Zum Wandern war das Wetter ausgezeichnet. Fast fünfzig Interessierte nutzten die Gelegenheit und hatten eine schöne Tour, die Peter Kloy wie immer gründlich vorbereitet hatte: Er geht die Strecke zwei bis drei Tage vorher noch einmal ab, um sicherzustellen, dass die Wege überall in Ordnung sind.

 

Arno Schmidt fand in Bargfeld sein Reservat

10/2018 - Einmal im Jahr besucht das FORUM die Arno-Schmidt-Stiftung in Bargfeld bei Celle, wo das Wohnhaus des Schriftstellers und seiner Frau besichtigt werden kann. Das Wohnhaus ist noch eingerichtet wie in den 1960er Jahren, das Ehepaar hatte es ganz auf Arno Schmidts Arbeit ausgerichtet. Die FORUM-Gruppe wurde geführt von Bernd Rauschenbach, der als Vorstand schon Jahrzehnte für die Stiftung arbeitet und Schmidt persönlich kannte. Auf dem Grundstück besuchten die Gäste auch die Gräber des Schriftstellers, der 1979 im Alter von 65 Jahren verstarb, und seiner Frau Alice.

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Das Mariinski-Theater zu Gast in Bomlitz

10/2018 - Durch die guten Kontakte zu Evgenia Stammen vom deutsch-russischen Kulturaustausch besuchen Künstler das FORUM, die eigentlich an eine Staatsoper gehören. Station in Bomlitz machten diesmal drei Musiker vom berühmten Mariinski-Theater in St. Petersburg, die neben kirchlichen Stücken im ersten Teil des Konzerts im zweiten Teil Arien und Duette aus Operetten und Opern im Programm hatten. Margarita Krassowa (Sopran, Klavier), Svetlana Tschuklinowa (Sopran) und Alexej Tschuwaschov (Bariton) hatten auch auf der kleinen Bühne Freude, und die Gäste genossen den hochklassigen Abend.

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Ein beklemmendes und auch lebendiges Zeitdokument

09/2018 - Klaus Seckel vom Gut Charlottenthal bei Dorfmark war 16 Jahre alt, als er 1945 in Auschwitz zu Tode kam. Seine Eltern hatten ihn in einem niederländischen Internat vor den Nazis schützen wollen, wo er auch einige Jahre verbrachte. In dieser Zeit schrieb er Tagebücher, in denen er lebendig, feinsinnig und auch altersgemäß seinen Alltag beschrieb: Greifbar werden seine Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen, sein Heimweh und seine beklemmende Erkenntnis, wie Schritt für Schritt die alltägliche Bedrohung durch die Nazis wuchs. Dr. Wolfgang Brandes stellte die Tagebücher beim FORUM in einer Lesung vor: ein Zeitdokument, das Schullektüre werden sollte.

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Nach Blainville?! Links abbiegen und dann geradeaus!

09/2018 - Auch in diesem Sommer besuchte eine Bomlitzer Gruppe wieder die Partnerstadt Blainville sur Orne. Der Weg ist laut Schild scheinbar einfach: In der Bomlitzer Ortsmitte starten, anschließend links und dann die Kleinigkeit von 895 km geradeaus. Es lohnt sich aber: Rund dreißig Personen besuchten die Stadt in der Normandie, an deren Strand 1944 die Alliierten landeten und die Befreiung von den Nazis einleiteten, und pflegten Bekannt- und Freundschaften mit den französischen Partnern. Auf der Rückfahrt gab es einen Abstecher nach Paris, das 240 km entfernt und auf dem Heimweg liegt.

 

Aus Liebe zur Familie verlassen sie die Familie

09/2018 - Referent John ist Pensionär und arbeitet in seiner Freizeit ehrenamtlich im Duckdalben in Hamburg. Bei seiner Jahreskulturfahrt besuchte das FORUM den Seemannsclub und bekam von ihm einen Einblick in die Arbeit der Seemannshilfe und das Leben der Menschen auf See, die zum größten Teil aus Entwicklungsländern kommen. "Wir sind Multikulti", betonte John gleich zu Beginn. "Ein Fremder ist für uns ein Freund, den wir noch nicht kennen. Und wir zeigen: Dieses Credo funktioniert sehr gut. Es ist der einzige Weg, der funktioniert", berichtete er aus seiner Praxis.

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Dankbarkeit ist Belohnung für die Anstrengung

09/2018 - Die Elfenbeinküste ist kein Urlaubsland. Und Urlaub machte Erika Sbarra aus Benefeld auch dort nicht. Wenn die freundliche Tochter aus der Eisdiele Pavone in Benefeld mit ihrer Familie Winterpause macht, verbindet sie die Zeit auch mit Reisen, die ihr am Herzen liegen. Auf Madagaskar hatte sie bereits in einem Hilfsprojekt gearbeitet, den letzten Winter verbrachte sie in der Elfenbeinküste. Bei einem FORUM-Weltreisevortrag berichtete sie von ihren Erfahrungen, die sie in einer dortigen Schule sammelte. Ihre Freude an den Menschen, die sie kennengelernt hatte, war beim Vortrag ansteckend.

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Grundschulen besuchen die Cordinger Mühle

09/2018 - Ein Kilogramm Mehl kostet nur noch rund 0,50 EUR. Da vergisst man schnell, wie wichtig dieses Lebensmittel auch heute noch ist und wie viel Arbeit in der (über-)lebenswichtigen Mehlproduktion noch vor ca. hundert Jahren steckte. Das FORUM hatte jetzt wieder Grundschulklassen aus Bomlitz und Benefeld zu Gast an der Cordinger Mühle. Auf dem Programm stehen für die Schülerinnen und Schüler das Lebensmittel Mehl und die Mühlentechnik, das Leben der Familie Heino aus dem 19. Jahrhundert - und auch  "Max und Moritz" und "Der Gestiefelte Kater".

 

Die EIBIA in Liebenau soll Gedenkstätte bekommen

09/2018 - Der EIBIA-Standort Liebenau wurde im Gegensatz zum Standort Bomlitz nicht gesprengt. Die britische Armee lagerte dort nach Kriegsende deutsche Munition, um sie Schritt für Schritt zu zerstören. Das FORUM besichtigte das Gelände und wurde von Martin Guse vom dortigen Geschichtsverein durch weite Teile der ehemaligen Pulverfabrik geführt. Guse konnte dabei von vielen Lebensläufen von Zwangsarbeitern berichten, die zur Arbeit in der EIBIA verschleppt wurden und dort zu Tode kamen. Eine Gedenkstätte ist dort geplant, wo damals die Gestapo Hannover ein "Arbeitserziehungslager" betrieb.

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