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Vorträge

Plattdeutsch war "Landessprache" in der Region

11/2018 - So, wie heute Hochdeutsch gesprochen wird, war vor einhundert Jahren Plattdeutsch die "Landessprache" in der Region Bomlitz. "Wenn man sich das Leben und die Arbeit z.B. an der früheren Cordinger Mühle vorstellt, muss sich dabei alles auf Plattdeutsch abspielen, sonst stimmt das Bild nicht", erläutert Torsten Kleiber vom FORUM. Der Kulturverein will deshalb dazu beitragen, dieses regionale Kulturgut vorzustellen und zu erhalten. Den Auftakt machte Gudrun Fischer-Santelmann, die im Cordinger Müllerhaus Kurzgeschichten aus ihrem plattdeutschen Buch "Zepollen-Schick" vortrug.

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Im Müllerhaus ist jetzt ein "Gnadenhof der Klassiker"

11/2018 - Die Bomlitzer Bücherei wird mit der Eingemeindung nach Walsrode den Schwerpunkt Kinder- und Jugendbücherei bekommen. Erwachsenenliteratur wird es weiterhin geben, die Leserschaft braucht sich keine Sorgen zu machen. Verzichten wird man aber auf Präsenzexemplare von Standardwerken und Lexika, die im Prinzip nie genutzt wurden und viel Platz benötigen. Nach diesem Kriterium sind fast 3000 Bücher aussortiert worden und werden seit einigen Wochen für einen symbolischen Preis öffentlich verkauft. Was übrig bleibt, wird am Jahresende ins Altpapier gehen müssen.

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"Pharos" und "Die Insel" sind unerwartet Verwandte

10/2018 - Als der junge Arno Schmidt noch Erzählungen als Geschenke für seine Frau Alice verfasste, war bereits erkennbar, wie talentiert er mit Sprache umgehen konnte. "Die Insel" war so ein Frühwerk, das 1937 ganz im romantischen Stil einer Abenteuergeschichte wie bei Jules Verne geschrieben wurde. Wenige Jahre später entstand vermutlich in Cordingen das düstere "Pharos oder von der Macht der Dichter", in dem der heute bekannte Arno Schmidt schon deutlicher erkennbar war. In der Reihe "Arno Schmidt les'n" stellten Dr. Wolfgang Brandes und Torsten Kleiber beim FORUM die beiden Texte vor.

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"Horrorstör" sieht aus wie ein Ikea-Katalog

10/2018 - Egal, ob man gelegentlich zu Hörbüchern oder E-Books wechselt: Schließlich geht doch nichts über ein Buch in der Hand. Beim Lese-FORUM waren dann auch zwei Bücher in der Vorstellungsrunde, die "haptisch" besonders ansprechend sind. "Horrorstör" von Grady Hendrix spielt in einem Einrichtungshaus, sieht von außen aus wie ein Ikea-Katalog und ist auch im Innenteil reich ausgestattet mit Bildern und sogar Bauanleitungen, obwohl es sich um einen Thriller handelt. Und auch "Illuminae" von Jay Kristoff und Amie Kaufman versorgt den Leser nicht nur mit einer spannenden Geschichte, sondern auch mit Zusatzmaterial.

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Über vierzig Jahrhunderte blicken auf die Besuchenden

08/2018 - Der Bomlitzer Marcel Borchert hat Reisefieber und beschäftigt sich gern mit fremden Kulturen. In einem FORUM-Weltreisevortrag hatte er bereits Vietnam vorgestellt und dabei Einblicke ermöglicht, die man in einer Standardreisegruppe nicht bekommen kann. Nun berichtete er von einer vierwöchigen Reise durch Ägypten, die er wieder allein organisierte und bei der er so auch selbst die Schwerpunkte seiner Reise setzen konnte. Borchert sammelte Eindrücke, die anderen in dieser Form sicherlich verborgen bleiben würden - von einem Land, in dem mehr als vierzig Jahrhunderte auf die Gäste herabblicken.

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Arno Schmidt fand in Bargfeld sein Reservat

10/2018 - Einmal im Jahr besucht das FORUM die Arno-Schmidt-Stiftung in Bargfeld bei Celle, wo das Wohnhaus des Schriftstellers und seiner Frau besichtigt werden kann. Das Wohnhaus ist noch eingerichtet wie in den 1960er Jahren, das Ehepaar hatte es ganz auf Arno Schmidts Arbeit ausgerichtet. Die FORUM-Gruppe wurde geführt von Bernd Rauschenbach, der als Vorstand schon Jahrzehnte für die Stiftung arbeitet und Schmidt persönlich kannte. Auf dem Grundstück besuchten die Gäste auch die Gräber des Schriftstellers, der 1979 im Alter von 65 Jahren verstarb, und seiner Frau Alice.

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Dankbarkeit ist Belohnung für die Anstrengung

09/2018 - Die Elfenbeinküste ist kein Urlaubsland. Und Urlaub machte Erika Sbarra aus Benefeld auch dort nicht. Wenn die freundliche Tochter aus der Eisdiele Pavone in Benefeld mit ihrer Familie Winterpause macht, verbindet sie die Zeit auch mit Reisen, die ihr am Herzen liegen. Auf Madagaskar hatte sie bereits in einem Hilfsprojekt gearbeitet, den letzten Winter verbrachte sie in der Elfenbeinküste. Bei einem FORUM-Weltreisevortrag berichtete sie von ihren Erfahrungen, die sie in einer dortigen Schule sammelte. Ihre Freude an den Menschen, die sie kennengelernt hatte, war beim Vortrag ansteckend.

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Hans-Jürgen Bollig trug "Entgleisungen" vor

06/2018 - Der Termin kollidierte mit dem ersten WM-Spiel der deutschen Mannschaft, im Gegensatz dazu war die Lesung von Hans-Jürgen Bollig aber ein Erfolg: Die Benefelder Begegnungsstätte war voll besetzt mit Gästen, die den zweiten Teil seiner Benefelder Jugenderinnerungen hören wollten. "Entgleisungen - zwischen Kiebitzort und Gleisdreieck" heißt sein Buch, in dem er Anekdoten gesammelt und leicht literarisch abgerundet hat. "Mir geht es nicht um Ortsgeschichte, sondern mehr um die Darstellung eines Lebensgefühls in der damaligen Zeit, und das mit einem Augenzwinkern", so Bollig. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich, der Gewinn fließt in Bolligs Hilfsprojekt in der Ukraine.

 

Kultur und Gastfreundschaft im Iran erlebt

05/2018 - Den Iran stellt man sich sicherlich eher so vor, wie man ihn aus den Nachrichten kennt. Das Land hat sich allerdings in den letzten Jahren fortschrittlicher entwickelt als erwartet. Dazu kommen eine alte Geschichte und Kultur. Sabine Sattler-Kosinowski bereiste mit den Landfrauen den Iran und machte sich ihr eigenes Bild. Beim FORUM stellte sie die Sehenswürdigkeiten und die Atmosphäre auf der Tour bei einem Weltreisevortrag vor, der ungewollt tagespolitisch war: Gerade hatte US-Präsident Trump das Atomabkommen mit dem Iran gekündigt und damit weitere positive Entwicklungen erschwert.

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Musikalische Erinnerung an Tucholsky und Kästner

06/2018 - Erich Kästner und Kurt Tucholsky wollten "mit der Schreibmaschine die Katastrophe verhindern". Die Nazis kamen dennoch an die Macht, und die beiden Autoren gehörten zu denen, deren Texte bei der Bücherverbrennung im Mai 1933 ins Feuer geworfen wurden. Tucholsky emigrierte nach Schweden, Kästner blieb unter anderem wegen seiner Mutter in Deutschland. Bei einem musikalischen Literatur-FORUM in der Cordinger Mühle erinnerte der gebürtige Bomlitzer Hans-Walter Fechtel an die beiden wertvollen deutschen Autoren mit Liedern, Gedichten und einer guten und erläuternden Moderation.

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Nicht nur die Geschichte ist in der EIBIA besonders

05/2018 - Das Gelände der ehemaligen Pulverfabrik EIBIA hat eine besondere Geschichte, die regelmäßig in FORUM-Führungen erläutert wird. Das Gelände hat aber auch die Besonderheit, dass es seit seiner industriellen Nutzung eingezäunt war: Anfangs zum Schutz der kriegswichtigen Produktionsstätte und später zum Schutz der Spaziergänger vor den baufälligen Ruinen und Sprengmittelresten. Bis zur Öffnung 1991 entwickelte sich so die Natur ganz unbeeinträchtigt und eroberte sich das Gelände zurück. Förster Richard Brandes vom FORUM erklärte auf einem geführten Spaziergang die besondere Natur in der EIBIA.

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