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EIBIA und Ortsgeschichte

Respekt ist das, was den Verfolgten am meisten fehlt

06/2018 - Die Journalistin Nina Schulz und die Fotografin Mena Urbitsch haben mit ihrem Buch "Spiel auf Zeit" eine wichtige Dokumentation erarbeitet. Es geht um die Verfolgten des Naziregimes, Überlebende von Massakern, Opfer von Zwangssterilisationen, KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter, und die Praxis, wie Deutschland sie für ihre verlorene Lebenszeit und ihre Leiden bisher entschädigt hat. Das FORUM hatte die beiden Hamburgerinnen um eine Vorstellung ihres Buchs gebeten, um mehr zu einem Thema zu erfahren, das auch relevant ist für die Bomlitzer Geschichte.

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Der Alltag drehte sich um das tägliche Überleben

06/2018 - Schon in der Bronzezeit war das Leben in unserer Region hart. Die Böden waren geprägt von der Eiszeit, nicht besonders fruchtbar und die Jahreszeiten unbarmherzig. Wenn eine Ernte ausblieb, bestanden Hunger und Lebensgefahr. Jahrhunderte später im frühen Mittelalter war das Leben unverändert hart, und die landwirtschaftlichen Werkzeuge waren im Prinzip nicht moderner geworden. Für das FORUM erläuterte Dirk Hering von der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft bei einer Führung das Borger Hügelgräberfeld und die Borger Burg. Er zeigte dabei auch Fotos und Pläne von bisherigen Untersuchungen.

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Filterstation soll Dokumentationsraum werden

06/2018 - Bei sommerlichen Temperaturen kann eine EIBIA-Führung auch durchaus anstrengend sein. Eine Pause kann das FORUM seit einiger Zeit in der Filterstation anbieten. Das gut erhaltene Gebäude war noch bis 1998 das Benefelder Wasserwerk, vier der ehemals sechs großen Behälter stehen noch, die vorderen zwei hat das FORUM herausschweißen lassen, um die Fläche für einen Dokumentationsraum zu nutzen. Das Vorhaben zieht sich zeitlich aber in die Länge: Immer wieder versuchen "Mutige", sich auch ohne Schlüssel Zugang zum Gebäude zu verschaffen, in dem es (wirklich!) nichts zu holen gibt.

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Der Walsroder Friedhof ist mehr als 200 Jahre alt

05/2018 - Thorsten Neubert-Preine und Dr. Stephan Heinemann recherchierten zum 200-jährigen Bestehen des Friedhofs Walsrode im Jahr 2015 und erstellten einen historischen Rundweg. Aktuell sind 14 Gräber auf dem Friedhof besonders ausgezeichnet und mit einer Infotafel dokumentiert. Dazu gehört die Grabanlage der Familie Wolff oder die Einzelgräber der Walsroder Bürgermeister Carl Brammer, Friedrich Grütter und Georg Kammerer. Historiker Neubert-Preine führte für das FORUM über den Friedhof und konnte als Stadtarchivar die Persönlichkeiten und Hintergründe für die Gäste vorstellen.

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EIBIA-Relikte gibt es auch heute noch im Ortsbild

03/2018 - Von den rund 300 Gebäuden der EIBIA sind nach der Demontage und Sprengung bis 1950 nur wenige geblieben. Einige davon, die am Rand des ehemaligen Industriegeländes liegen, wurden privat umgenutzt. Im Fuhrenkamp in Bomlitz kann man heute noch das Lager für feuchte Wolle sehen, das privat als Garage und Werkhalle genutzt wird. Gegenüber findet man ein Wohnhaus mit auffälligem kleinem Anbau. Hier saß zu EIBIA-Zeiten ein Pförtner an einem Nebentor, der den Zugang zum Werk kontrollierte. Das Haupttor der EIBIA befand sich in der Poststraße in Benefeld. Auch dieses Gebäude wird als Wohnhaus genutzt.

 

Heute wäre Michael Hordyjczuk 93 Jahre alt

12/2017 - Am 26. Dezember hätte der Ukrainer Michael Hordyjczuk seinen 93. Geburtstag gehabt. Im Alter von 17 Jahren wurde er im Juni 1942 aus dem Kreis Kovel wie viele andere auch als Zwangsarbeiter nach Bomlitz/ Benefeld gebracht, um bei der EIBIA zu arbeiten. Sein (Zwangs-)Arbeitgeber war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum größten Pulverproduzenten des Dritten Reichs aufgestiegen. Nahezu ein Drittel des verbrauchten Pulvers kam aus den Werken in Bomlitz, Dörverden und Liebenau.

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Plötzlich war ein "Marketing"-Wechsel nötig

09/2017 - Firmengründer August Wolff war ein tüchtiger Geschäftsmann. Als die Bomlitzer Mühle 1815 noch Papier herstellte, war das schon ein lukratives Geschäft. Die modernen Staaten wie Preußen oder das heimische Königreich Hannover bauten ihre Verwaltungen immer weiter auf und benötigten für Formulare und Urkunden Papier in wachsenden Mengen. August Wolff erkannte aber bereits: Schießpulver war ein Geschäft mit noch mehr Gewinn. So entwickelte sich die Firma Wolff zum "Haus- und Hoflieferanten" für das Militär des Königreichs Hannover mit besten Kontakten zur Regentenfamilie.

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Neue Exponate bereichern die Industrieausstellung

10/2017 - Nach dem Ersten Weltkrieg suchte die Firma Wolff & Co. nach neuen Produktionsfeldern als Ersatz für die weitgehend verbotene Pulverherstellung. Im Herbst 1919 kam die Fertigung von Kunststoffplatten für die Elektroindustrie ins Gespräch. Daraus entwickelte sich ab Anfang 1920 dann die Produktion von sogenanntem Pressmaterial, das die Namen „Kiwitan“ und „Waloplast“ erhielt und dem bekannten Bakelit ähnlich war. Im Laufe der Zeit wurde die Produktpalette immer mehr erweitert. Bald nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion „auf behördliche Anordnung als zu wenig kriegswichtig aufgegeben“.

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Bomlitzer Ortsgeschichte beginnt in der Eiszeit

03/2017 - Eigentlich hatte Wolfgang Wasser nur aus eigenem Interesse Spuren und Daten gesammelt und recherchiert, um die Eiszeit in seiner Heimatregion zu untersuchen. Schließlich bekam seine Ausarbeitung aber wissenschaftlichen Charakter und lohnte sich, veröffentlicht zu werden. Historiker Thorsten Neubert-Preine freute sich über das besondere Thema und die fachkundige Aufarbeitung. Gemeinsam mit dem Geschichtshaus-Verein wurde ein Rückblendeheft herausgegeben, das Wasser bei seinem zweiten Vortrag im FORUM vorstellte.

 

Die Region hätte sich anders entwickelt

09/2017 - Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte Wohnungsnot in der Region. Der EIBIA-Geschäftsführer Claassen schlug deshalb der britischen Militärkommandantur vor, die Bunker und Gebäude der EIBIA nicht zu sprengen, sondern zivil umzunutzen. Er hatte dazu Architektenzeichnungen anfertigen lassen, die zeigten, wie aus manchen Gebäuden Wohnhäuser gestaltet werden konnten, aus anderen aber auch ein Kindergarten, ein Seniorenheim, ein Rathaus oder auch Ladengeschäfte. Die Briten lehnten ab, und fast der gesamte Bestand an Gebäuden in der Bomlitzer EIBIA wurde zerstört.

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Auch auf Gewitter war man in der EIBIA vorbereitet

06/2017 - Neben dem Fahrradweg, der zur Oberschule Bomlitz führt, lagen die Fertigwarenlager der EIBIA, der größten Pulverfabrik im Dritten Reich. Die Schutzwälle und die Zuwegungen für die Elektrokarren sind noch erkennbar. Auf den Wällen sieht man die Ausmaße der ehemaligen Lagerhallen. Bei den Sprengungen nach dem Zweiten Weltkrieg machten es sich die Briten einfach: Die Pfosten der Skelettbauweise aus Stahlbeton wurden gesprengt, der Rest brach automatisch zusammen. Auf den Wällen sieht man noch die Sockel für die Blitzableiterstangen, die mehrere Meter hoch ragten und die Hallen bei Gewitter schützten.

 

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